Zum Inhalt springen
Fees.tools

PayPal-Gebühren erklärt: was PayPal 2026 einbehält

Von Fees.tools · Aktualisiert am · Gebühren geprüft am

PayPal behält von einer Zahlung für Waren und Dienstleistungen, die ein deutscher Verkäufer über PayPal Checkout erhält, 2,99 % plus 0,39 € ein. Sendet der Käufer das Geld stattdessen aus seinem PayPal-Konto, sind es 2,49 % plus 0,35 €. Damit ist der größte Teil dessen erklärt, was am Ende auf dem Konto fehlt – das vollständige Gebührenverzeichnis hat aber mehrere weitere Posten, und wo der Käufer sitzt, verändert den Satz. Dieser Ratgeber ist für alle gedacht, die in Deutschland Geld über PayPal einnehmen: im eigenen Shop, auf Kleinanzeigen-Plattformen oder als Selbstständige mit Rechnungen. Er geht jede Gebühr so durch, wie PayPal sie veröffentlicht, mit Beispielen, die derselbe Rechenweg liefert wie der PayPal Gebührenrechner. Jeder Satz stammt aus PayPals offizieller Gebührenseite für Händler in Deutschland und wurde am 2. September 2026 geprüft.

Der Standardsatz für Waren und Dienstleistungen

Bezahlt jemand bei Ihnen eine Ware oder eine Leistung, nennt PayPal das eine kommerzielle Transaktion. Der Satz hängt davon ab, wie die Zahlung ankommt – über eine Kasse mit PayPal Checkout, mit Karte ohne PayPal-Konto oder als Überweisung aus dem PayPal-Konto des Käufers.

ZahlungsartSatzFestgebührGültig ab
Waren und Dienstleistungen (PayPal Checkout)2,99 %0,39 €1. September 2026
Kartenzahlung ohne PayPal-Konto2,99 %0,39 €1. September 2026
Waren und Dienstleistungen, aus einem PayPal-Konto gesendet2,49 %0,35 €1. September 2026
Mikrozahlungen (nur auf Antrag)4,99 %0,09 €1. September 2026
Freunde und Familie (Empfang)keine Gebühr1. September 2026

Die Gebühr trägt immer der Empfänger, also Sie. Die Festgebühr wird in der Währung berechnet, in der Sie das Geld erhalten, für ein deutsches Konto also in Euro. Jede Gebührenzeile wird einzeln auf den Cent kaufmännisch gerundet.

Über PayPal Checkout: Bei 100,00 € beträgt die Gebühr 3,38 €, und Ihnen bleiben 96,62 €, ein effektiver Satz von 3,38 %. Aus einem PayPal-Konto gesendet: Bei 100,00 € beträgt die Gebühr 2,84 €, und Ihnen bleiben 97,16 €, ein effektiver Satz von 2,84 %. Der Unterschied wächst mit dem Betrag. Über Checkout: Bei 1.000,00 € beträgt die Gebühr 30,29 €, und Ihnen bleiben 969,71 €, ein effektiver Satz von 3,03 %.

Weil die Festgebühr unabhängig vom Betrag anfällt, sinkt der effektive Satz mit steigendem Preis. Bei 10,00 € beträgt die Gebühr 0,69 €, und Ihnen bleiben 9,31 €, ein effektiver Satz von 6,9 %. Bei 50,00 € beträgt die Gebühr 1,89 €, und Ihnen bleiben 48,11 €, ein effektiver Satz von 3,78 %. Bei 200,00 € beträgt die Gebühr 6,37 €, und Ihnen bleiben 193,63 €, ein effektiver Satz von 3,19 %. Für kleine Beträge ist PayPal deutlich teurer, als der Prozentsatz vermuten lässt.

Der Aufschlag für Käufer aus dem Ausland

Sitzt der Käufer außerhalb Deutschlands, kommt ein Aufschlag auf den Standardsatz. Wie hoch er ist, hängt davon ab, aus welchem Markt die Zahlung stammt – und, anders als in vielen anderen Ländern, ist er innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums null.

Markt des KäufersCheckout, Karte, MikrozahlungenAus einem PayPal-Konto gesendet
Europäischer Wirtschaftsraum+0 %+0 %
Großbritannien+1,29 %+1,29 %
USA und Kanada+1,99 %+1,99 %
Alle anderen Märkte+1,99 %+2,99 %

Die beiden Spalten unterscheiden sich nur in der letzten Zeile: USA und Kanada führt PayPal ausschließlich für Zahlungen aus einem PayPal-Konto getrennt auf, weil dort +1,99 % statt der +2,99 % für den Rest der Welt gelten. Für PayPal Checkout, Kartenzahlungen und Mikrozahlungen fallen beide Zeilen zu einem Satz von +1,99 % zusammen.

Der Aufschlag wird auf den gesamten Zahlbetrag gerechnet, nicht auf die Gebühr. Über PayPal Checkout kostet ein Käufer aus Frankreich deshalb genauso viel wie einer aus Hamburg. Ein Käufer aus Frankreich: Bei 100,00 € beträgt die Gebühr 3,38 €, und Ihnen bleiben 96,62 €, ein effektiver Satz von 3,38 %. Ein Käufer aus Großbritannien: Bei 100,00 € beträgt die Gebühr 4,67 € (3,38 € waren und Dienstleistungen (PayPal Checkout) plus 1,29 € Auslandsaufschlag, Absender in Großbritannien), und Ihnen bleiben 95,33 €, ein effektiver Satz von 4,67 %. Ein Käufer aus den USA oder Australien: Bei 100,00 € beträgt die Gebühr 5,37 € (3,38 € waren und Dienstleistungen (PayPal Checkout) plus 1,99 € Auslandsaufschlag, Absender in allen anderen Märkten), und Ihnen bleiben 94,63 €, ein effektiver Satz von 5,37 %.

Bei Zahlungen, die aus einem PayPal-Konto für Waren und Dienstleistungen gesendet werden, ist die Staffel eine andere. Aus Großbritannien: Bei 100,00 € beträgt die Gebühr 4,13 € (2,84 € waren und Dienstleistungen, aus einem PayPal-Konto gesendet plus 1,29 € Auslandsaufschlag, Absender in Großbritannien), und Ihnen bleiben 95,87 €, ein effektiver Satz von 4,13 %. Aus den USA oder Kanada: Bei 100,00 € beträgt die Gebühr 4,83 € (2,84 € waren und Dienstleistungen, aus einem PayPal-Konto gesendet plus 1,99 € Auslandsaufschlag, Absender in den USA oder Kanada), und Ihnen bleiben 95,17 €, ein effektiver Satz von 4,83 %. Aus allen übrigen Märkten: Bei 100,00 € beträgt die Gebühr 5,83 € (2,84 € waren und Dienstleistungen, aus einem PayPal-Konto gesendet plus 2,99 € Auslandsaufschlag, Absender in allen anderen Märkten), und Ihnen bleiben 94,17 €, ein effektiver Satz von 5,83 %.

Währungsumrechnung

Zahlt der Käufer in einer Währung, die Sie nicht halten, rechnet PayPal um und nimmt dafür einen Aufschlag auf den Basiswechselkurs. Für Deutschland veröffentlicht PayPal 3 % über dem Basiswechselkurs. PayPal nennt das einen Mindestsatz und kann Ihnen während der Transaktion einen anderen anzeigen.

Der Aufschlag erscheint nie als eigene Zeile auf der Zahlung, wirkt aber wie eine Gebühr. Über PayPal Checkout mit Umrechnung: Bei 100,00 € beträgt die Gebühr 6,38 € (3,38 € waren und Dienstleistungen (PayPal Checkout) plus 3,00 € aufschlag bei Währungsumrechnung), und Ihnen bleiben 93,62 €, ein effektiver Satz von 6,38 %. Im Rechner schalten Sie das mit der Option für eine Zahlung in einer anderen Währung zu. Den Wechselkurs selbst kann Ihnen niemand vorab nennen – PayPal setzt ihn im Moment der Transaktion; planbar ist nur der Aufschlag.

Mikrozahlungen

Wer viele kleine Beträge einnimmt, kann bei PayPal den Mikrozahlungstarif beantragen: ein höherer Prozentsatz, dafür eine sehr kleine Festgebühr. In Deutschland sind das 4,99 % plus 0,09 € pro Zahlung. PayPal schaltet den Tarif nur nach Antrag frei, und internationale Mikrozahlungen bekommen zusätzlich den Auslandsaufschlag des jeweiligen Marktes.

BetragMikrozahlungstarifPayPal Checkout
1,00 €0,14 €0,42 €
5,00 €0,34 €0,54 €
15,13 €0,84 €0,84 €
20,00 €1,09 €0,99 €

Die beiden Tarife kreuzen sich bei 15,13 €: bis dahin ist der Mikrozahlungstarif günstiger oder gleich teuer, ab 15,14 € kostet er mehr. Mit Mikrozahlungen: Bei 5,00 € beträgt die Gebühr 0,34 €, und Ihnen bleiben 4,66 €, ein effektiver Satz von 6,8 %. Über PayPal Checkout: Bei 5,00 € beträgt die Gebühr 0,54 €, und Ihnen bleiben 4,46 €, ein effektiver Satz von 10,8 %. Wenn Ihr typischer Verkauf über 15 € liegt, lohnt der Antrag nicht.

Freunde und Familie

Eine Zahlung an Freunde und Familie zu empfangen ist kostenlos, solange keine Währungsumrechnung dazukommt. Bei 100,00 € beträgt die Gebühr 0,00 €, und Ihnen bleiben 100,00 €, ein effektiver Satz von 0 %. Die Kosten liegen beim Absender. Im Inland ist das Senden aus PayPal-Guthaben oder vom Bankkonto kostenlos; wer mit Karte bezahlt, zahlt den Satz, den PayPal auf seiner Seite für Privatkunden nennt. Geht die Zahlung ins Ausland, zahlt der Absender aus Deutschland 5,00 % des Betrags, mindestens 0,99 € und höchstens 3,99 €: bei 10,00 € greift die Mindestgebühr von 0,99 €, bei 100,00 € die Höchstgebühr von 3,99 €.

Freunde und Familie ist für private Überweisungen gedacht. Für Verkäufe ist die Zahlungsart nach PayPals Nutzungsbedingungen nicht zulässig, und weder Käufer- noch Verkäuferschutz greift. Wer regelmäßig verkauft, sollte den Satz für Waren und Dienstleistungen als die tatsächlichen Kosten dafür einplanen, bezahlt zu werden – das ist auch der Grund, warum die Bitte um eine Zahlung als Freunde und Familie in Kleinanzeigen so oft auftaucht und so oft schiefgeht.

Den Preis so setzen, dass ein bestimmter Betrag übrig bleibt

Weil PayPal einen Prozentsatz plus einen Festbetrag nimmt, reicht es nicht, 2,99 % auf den Wunschbetrag aufzuschlagen: Die Gebühr wird auf die gesamte Summe berechnet, die der Käufer zahlt, also auch auf den Teil, der die Gebühr decken soll.

Um 100,00 € zu behalten, berechnen Sie 103,48 €; die Gebühr beträgt 3,48 €. Um 50,00 € zu behalten, berechnen Sie 51,94 €; die Gebühr beträgt 1,94 €. Um 200,00 € zu behalten, berechnen Sie 206,57 €; die Gebühr beträgt 6,57 €. Der Rechner hat dafür einen Modus, der den kleinsten Preis sucht, dessen Auszahlung auf den Cent genau auf Ihrem Zielbetrag landet – für jedes Land und jede Zahlungsart.

Was dieser Ratgeber nicht abdeckt

PayPals Gebührenseiten umfassen Dutzende Tabellen. Dieser Ratgeber und der Rechner decken die Sätze ab, die den meisten Verkäufern begegnen: Waren und Dienstleistungen, Kartenzahlungen, Mikrozahlungen, Freunde und Familie, den Auslandsaufschlag und die Währungsumrechnung.

Nicht enthalten sind Rückbuchungsgebühren und Gebühren für Konfliktfälle, der QR-Code-Satz, Sätze für Rechnungen und Spenden, Gebühren für Auszahlungen und Sofortauszahlungen, PayPals Gateway- und Auszahlungsprodukte sowie die reduzierten Händlerkonditionen, die PayPal umsatzabhängig auf Antrag vergibt. Wenn Sie eine individuelle Kondition vereinbart haben, gilt diese und nicht die Tabelle oben. All das steht auf PayPals Gebührenseite für Deutschland.

Wann sich diese Sätze zuletzt geändert haben

PayPals deutsche Händler-Gebührenseite trägt ein Aktualisierungsdatum vom 15. Juli 2026; die hier abgebildeten Regeln gelten ab dem 1. September 2026. Dieser Ratgeber hält den Stand fest, wie er am 2. September 2026 erstmals geprüft wurde – in den PayPal Gebührenänderungen steht deshalb bislang ein Eintrag. Jede spätere Änderung kommt mit Datum und betroffener Regel dazu, und das Gebührenverzeichnis wird mindestens alle 60 Tage neu geprüft. Weicht eine Zahl hier von dem ab, was PayPal Ihnen anzeigt, können Sie eine Falsche Gebühr melden; sie wird dann gegen die offizielle Seite geprüft.

Häufige Fragen

Warum stehen 2,49 % und 2,99 % nebeneinander?

Es sind zwei verschiedene Wege, dieselbe Ware zu bezahlen. 2,99 % plus 0,39 € gelten, wenn die Zahlung über PayPal Checkout in einem Shop oder per Karte ohne PayPal-Konto ankommt. 2,49 % plus 0,35 € gelten, wenn der Käufer das Geld aus seinem PayPal-Konto sendet und dabei Waren und Dienstleistungen wählt – der übliche Fall bei Kleinanzeigen. Über Checkout: Bei 100,00 € beträgt die Gebühr 3,38 €, und Ihnen bleiben 96,62 €, ein effektiver Satz von 3,38 %. Aus dem PayPal-Konto: Bei 100,00 € beträgt die Gebühr 2,84 €, und Ihnen bleiben 97,16 €, ein effektiver Satz von 2,84 %.

Berechnet PayPal Gebühren für den reinen Geldempfang?

Für Waren und Dienstleistungen ja: der Prozentsatz plus Festgebühr aus der Tabelle oben, immer zulasten des Empfängers. Für Zahlungen an Freunde und Familie zahlt der Empfänger nichts, solange keine Währungsumrechnung anfällt.

Wird die Gebühr auf den gesamten Betrag berechnet?

Ja. Der Prozentsatz gilt für die volle Summe, die der Käufer zahlt, und die Festgebühr kommt obendrauf. Versandkosten, die über PayPal mitbezahlt werden, gehören zu dieser Summe – PayPal nimmt seinen Prozentsatz also auch vom Porto.

Woher stammen diese Zahlen?

Jede Zahl ist wörtlich von PayPals offizieller Gebührenseite für Deutschland übernommen, als datierter Snapshot gespeichert und geprüft. PayPals Seite für Privatkunden bestätigt die Regeln zu privaten Transaktionen und zur Währungsumrechnung, aber keine unabhängige Quelle gibt die Händlersätze wieder – das Gebührenverzeichnis ist deshalb mit mittlerer Konfidenz gekennzeichnet. Im Rechner steht zu jeder Regel der wörtliche Quelltext, mit dem sich das nachprüfen lässt.

Rechnen Sie Ihre eigenen Zahlen mit dem PayPal-Gebührenrechner oder lesen Sie die Änderungen.